DerEinzige

gedanken zur illusorischen realit├Ąt des einzigen und seines eigenthums ...
... Ausgabe 198 ... 12. Jhrg.

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rubrik: licht

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zeitschrift zum selbstausdrucken im eigenverlag vom 27. 11. 2007 | gesamtausgaben: 198

meine erste begegnung mit dem karmapa und lama ole nydahl

27. November 2007 | ausgabe drucken     | email mail facebook f***book twit tw | leserbrief schreiben    

die (subjektiven) nackten tatsachen :

seine heiligkeit der 17. karmapa thaye dorje runzelte leicht die stirn und sagte mit strenger mine zu mir:

“your left hand.”

lama ole sagte in seiner fröhlichen art, ausser vorstellung und begrüssung, diese sätze zu mir:

“keine sorge, ich schneide nur ganz wenig ab”

“karma rangjung yeshe – wow” und dabei schlug er mir kräftig auf die schulter.

die geschichte drumherum:

an meinem geburtstag war ich mit ina in zürich zu einer diamantgeisteinweihung, gegeben vom 17. karmapa, übersetzt von ole nydahl.

wir fanden einen prima parkplatz ca. 100 m vom veranstaltungsort entfernt und gingen mit unserem hündchen spazieren. da wir julia nur so kurz wie möglich alleine im auto lassen wollten, kamen wir sehr pünktlich zur einweihung. der saal war bestuhlt und bereits rappelvoll.

so bekam ich die diamantgeisteinweihung halb stehend, halb auf einer schmalen fensterbank hockend.

das erhöhte meine aufmerksamkeit, dass ich den ausführungen des karmapa gut folgen konnte.

nach der einweihung verliess ich den saal und holte julie zu einem kurzen gängchen aus dem auto um mich danach mit ina vor dem saal zu treffen, denn ich wollte ja noch zuflucht nehmen.

sie nahm mich an der hand und wir stellten uns in die segensschlange. (ich hab keine ahnung wie sie das macht, aber ohne vorzudrängeln waren wir plötzlich viel weiter vorne, als uns technisch eigentlich zustand).

ein wort zu meiner gefühlslage: ich war offen, schliesslich hatte ich mir diesen schritt lange und gründlich überlegt. ich war aufgeregt – mach ich alles richtig, stolpere ich nicht, will der mich etwa küssen, schneidet der mir zuviel von meinem haar ab, was wohl in dem wasser ist, etc.. ich war neugierig – ich beobachte gerne und wie ich meine genau. und ich war misstrauisch – ich bin immer misstrauisch – ich trau ja nicht mal mir selbst wirklich.

als höflicher und protestantisch erzogener mitteleuropäer hab ich dem karmapa natürlich zuerst meine rechte pratz hingestreckt :D

dann bekam ich den segen und nahm zuflucht und es war genau richtig.

die wirkung auf mich:

ich bin überzeugt, dass thaye dorje der 17. karmapa ist.

ich bin überzeugt, dass ole nydahl ein befreiter lama ist.

normalerweise reagiere ich auf berichtigung oder von mir begangene und dann angesprochene peinlichkeiten oder inkorrektheiten erstmal ärgerlich, ablehnend und bockig. ich bin da nicht stolz drauf, ich kenn mich halt.

vom karmapa fühlte ich mich gar nicht geärgert – im gegenteil ermutigt und angespornt mehr zu lernen und es tat mir leid seine kostbare zeit auch nur diese zwei sekunden verschwendet zu haben. ungewohnte emotionen für einen wie mich.

und lama ole hat mich nicht geküsst ;)

inzwischen habe ich einen reiselehrervortrag zum thema lehrer schüler verhältnis von klaus kaltenbrunner gehört und weiss, dass der lama ein spiegel des eigenen inneren sein kann.

so betrachtet rastet meine erste begegnung mit thaye dorje und ole nydahl exakt ein … wie überhaupt dieses gefühl des einrastens zwischen meinem bisherigen leben und dem diamantweg immer wieder auftritt …

autor: jeff brett, verfasst am 27. 11. 2007
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