DerEinzige & traumfahne.de
zeitschrift zum selbstausdrucken im eigenverlag vom 23. 10. 2007 | gesamtausgaben: 197
gômreng
23. Oktober 2007 | ausgabe drucken | 2 leserbriefe | leserbrief schreibenliebe alemannisch wikipedia
das dorf in dem ich wohne heist nicht *Gomarenga* … brrrr (dô schidlts mi) … das ist möglicherweise hoch- bzw. honoratiorenschwäbisch … dann könntet ihr gleich das hochdeutsche *Gomaringen* verwenden … die richtige schreib- und ausspracheweise ist *gômreng*
ohne end – a und mit langem ô … so wie in dem satz:
*des isch awer â oôgnehm greôgschdrichâs gardâdeerle*
auf folgende fragen gibt der native schwabe folgende antworten:
- oiner laift d’her, frôgd d ander: *mô gôschd nô?* *ge gômreng*
- *wie hoisd der fleggâ?* *gômreng*
- *wo schdôd dei heisle?* *z’ gômreng*
- *mô bischd her?* *vo gômreng*
- *wa bisch du v’r oiner?* *an gômrenger*
im gleichen absatz, in dem ihr dieses gruslige *Gomarenga* verwendet, erwähnt ihr u.a. auch noch *Mössenga* und *Kirchadellesfurt* … uahhh … *messeng*, *kirchâ*!
ich würde sowieso vorschlagen, ihr lasst uns schwaben raus
unsere dialekte entstammen sicher einer gemeinsamen wurzel und sind verwandt, aber seit wir von den franken okkupiert wurden, und das ist lange her (9. jhdt), haben sie sich auseinanderentwickelt:
eine lautverschiebung, einiges an syntax, *a bissle* morphologie, von der semantik ganz zu schweigen …
alles in allem, wenn ich in eurer wikipedia lese, fühle ich mich nicht heimisch, sondern eher vereinnahmt und
*des meget mir net* …
autor: jeff brett, verfasst am 23. 10. 2007
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