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zeitschrift zum selbstausdrucken im eigenverlag vom 16. 3. 2007 | gesamtausgaben: 194
sopflomma blihad
16. März 2007 | ausgabe drucken | Kommentare deaktiviertleserbrief schreibensopflomma: (schwäbisch) wörtlich schweinepflaume, einheimische mirabellenart.

ah, gäbs nur eine duftübertragung im internet. drei sinne werden im frühling durch diesen baum angeregt … du siehst die wunderschöne erste blüte im jahr … es riecht dazu süsswürzigfrisch … und der ganze baum brummt und summt vor nektarsammlern.
sopflomm wird sie genannt, weil die bauern (beierla) die früchte zur schweinemast verwenden und eigentlich nicht essen. zurecht (meistens) da sie entweder mehlig oder matschig schmecken.
es gib da allerdings zwei ausnahmen, die an der farbe der früchte zu erkennen sind (die farbscala ist: hellgrün, grün, grüngelb, gelb, orange, rot, violettrot, violett, braunviolett):
zwei bis drei tage lang, die früchte sind ende orange, schmecken sie frisch vom baum hervorragend.
zwei bis drei tage lang, die früchte sind ende violettrot, kannst du sie ernten und ein prima mus daraus zubereiten:
- mirabellen waschen, entsteinen und in einen grossen topf geben.
- mindestens fünf stunden lang vor sich hinköcheln lassen.
- heiss und randvoll in vorbereitete gläser füllen.
- einen esslöffel alkohol (obstler, cognac, rum, nach geschmack) obenauf träufeln.
- deckel drauf und umgedreht abkühlen lassen.
- und nein, ich hab den zucker nicht vergessen. du brauchst bei dem reifheitsgrad der mirabellen keinen!
- guten appetit
hier noch ein blick aus meinem arbeitszimmer:

autor: jeff brett, verfasst am 16. 3. 2007
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