DerEinzige

gedanken zur illusorischen realität des einzigen und seines eigenthums ...
... Ausgabe 198 ... 12. Jhrg.

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rubrik: linguistik medienmacht politik sprache

DerEinzige & traumfahne.de

zeitschrift zum selbstausdrucken im eigenverlag vom 16. 2. 2006 | gesamtausgaben: 198

Betreff: KLEINSCHREIBUNG

16. Februar 2006 | ausgabe drucken     | email mail facebook f***book twit tw | leserbrief schreiben    

nö, meine shifttasten klemmen nicht. ja, ja, ich kenn die argumente für die normalgebräuchliche deutsche grossschreibung. zum beispiel in meinem lieblingsforum, macuser.de, wurde das, zu meinem vergnügen, schon ausgiebigst rauf und runter diskutiert. mir sind die vögelnden vögelein ein begriff und auch die – angeblich – bessere lesbarkeit ruft bei mir immerhin ein nachdenkliches kopfwackeln hervor. drohungen – ich les das nicht – fruchten allerdings traditionsgemäss nichts bei mir.
ich könnte jetzt zu meinen gunsten etwas von der ästhetik der minuskel erzählen, von althergebrachten schreibschulen, wie radikale kleinschreibung, absolute kleinschreibung, gemässigte kleinschreibung (einfach jeweils als suchstring bei google eingeben), von der nähe mancher selbsternannter sprachhüter zu blut und boden ideologieen oder von der freiheit des einzelnen zu schreiben wie es ihm-ihr beliebt …
wenn ich ehrlich bin bewegt mich jedoch ein impuls, der mich schon anfang der siebziger dazu brachte mir meine haare und meinen bart wachsen zu lassen. derselbe impuls der mich ende der siebziger veranlasste mir den wieder bart abzunehmen, die schläfenlappen zu rasieren, die haare gelb zu färben und mit einer mischung aus zuckerwasser, bier und pisse aufzustellen.
irgendwie bin ich ein provo und daran ändert das alter nichts mehr. aus ma jonga seggel wuud an alder depp, wie das volk hier zu sagen pflegt.
alle die sich über meine schreibweise mokieren oder gar ärgern bereiten mir eine diebische freude, ähnlich der, die mir meine eltern und lehrer wegen der haare oder die bürger und hippies ob des iro bereiteten.

anmerkung: tatsächlich gefällt mir das schriftbild so – aber geschmack ist langweilig; darüber lässt sich nicht streiten.

autor: jeff brett, verfasst am 16. 2. 2006
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